Vertragsnaturschutz

In den Schutzgebieten des Kreises Steinfurt arbeiten Landwirte und die Biologische Station gemeinsam an dem Ziel, die Feuchtwiesen zu erhalten. Damit Tiere und Pflanzen sich wohl fühlen, ist es wichtig, dass die Naturschutzflächen sich in einem guten Zustand befinden. Bei landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Weiden wird dies durch den Vertragsnaturschutz geregelt. Landwirte, die öffentliche Flächen zu einem günstigen Pachtzins bewirtschaften, dürfen die Flächen meist weder düngen noch spritzen und erst dann mähen, wenn dadurch keine Bodenbrüter mehr gefährdet sind und seltene Pflanzen aussamen konnten. Auf privaten Flächen regelt auf freiwilliger Basis ein Bewirtschaftungsvertrag die Nutzung und die Höhe des finanziellen Ausgleichs.

Ohne den Vertragsnaturschutz haben es die Küken des Brachvogels schwer.

Wichtige Voraussetzung für den Schutz der Wiesenvögeln ist ein ausreichender Bruterfolg. Zwar ist im Vertragsnaturschutz geregelt, ab wann Landwirte ihre Wiesen frühestens mähen können. Wenn die Jungen aber noch nicht geschlüpft oder ausreichend mobil sind, muss der Mahdtermin verschoben werden. Aus diesem Grund sind regelmäßige Flächenkontrollen durch die Mitarbeiter der Station unabdinglich.