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Die Opti­mie­rungs­maß­nah­men im Pro­jekt LIFE Wie­sen­vö­gel NRW im Ems­det­te­ner Venn gehen wei­ter. Eine Land­schafts­pfle­ge­fir­ma hat uner­wünsch­ten Gehölz­auf­wuchs, vor allem Wei­den und Zit­ter­pap­peln, zurück­ge­schnit­ten. Die schnell wach­sen­den Pio­nier­ge­höl­ze hat­ten ent­lang von Grä­ben oder an Par­zel­len­gren­zen und Wegen Dimen­sio­nen erreicht, die den Lebens­raum der schutz­be­dürf­ti­gen Wie­sen­vö­gel stark ein­engen. Als Aus­gleich fin­den an ande­rer Stel­le Neu­an­pflan­zun­gen von Gehöl­zen statt. Begüns­tigt wur­den die Maß­nah­men durch die tro­cke­ne Wit­te­rung, die ein pro­blem­lo­sen Befah­ren der Flä­chen ermög­lich­te. So konn­te auch ein Schilf­be­stand, der Präda­to­ren gute Ver­steck­mög­lich­kei­ten bot, gemäht wer­den. Die Maß­nah­men fin­den vor allem im Grün­land­gür­tel statt, der das eigent­li­che Moor umgibt und der eigent­li­che Brut­be­reich der Wie­sen­vö­gel ist. Der Gehölz­rück­schnitt dient teil­wei­se auch als Vor­be­rei­tung für wei­te­re Maß­nah­men, die den Was­ser­haus­halt opti­mie­ren.  „Es ist wich­tig, in tro­cke­nen Jah­ren Was­ser zurück­zu­hal­ten, bei extre­mer Näs­se aber auch die Bewirt­schaf­tung des Grün­lan­des zu ermög­li­chen. Inner­halb des Moo­res soll aber alles Was­ser zurück­ge­hal­ten wer­den. Davon pro­fi­tiert nicht nur die…

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Unter dem Titel „Teu­to Talks – Wis­sen­schaft trifft Natur­schutz­pra­xis“ haben wir zusam­men mit der ANTL eine abwechs­lungs­rei­che Vor­trag­rei­he für das Win­ter­halb­jahr zusam­men­ge­stellt. Am jeweils vier­ten Mon­tag des Monats wer­den uns For­schen­de aus umlie­gen­den Unis, Hoch­schu­len und ande­ren wis­sen­schaft­li­chen Insti­tu­tio­nen span­nen­de Ein­bli­cke in ihre For­schung geben. Dabei haben die Vor­trags­the­men immer loka­len Bezug zu unse­rer Regi­on, so dass eine anschlie­ßen­de leb­haf­te Dis­kus­si­on aus­drück­lich erwünscht ist. Den Anfang macht am 24. Okto­ber um 19 Uhr Dr. Deni­se Rup­p­recht mit Ergeb­nis­sen aus mitt­ler­wei­le über 10- jäh­ri­gen Dau­er­un­ter­su­chungs­flä­chen auf Kalk­ma­ger­ra­sen am Teu­to­bur­ger Wald. Die­se flo­ris­tisch und ento­mo­lo­gisch über­aus arten­rei­chen Lebens­räu­me und Stand­or­te zahl­rei­cher Orchi­deen, benö­ti­gen regel­mä­ßi­ge Pfle­ge damit sie nicht mit Gehöl­zen zuwach­sen. Prak­tisch wäre es, wenn die im Teu­to­bur­ger Wald leben­den Dam­hir­sche die­se Auf­ga­be über­neh­men wür­den. Doch reicht das? Oder bedarf es zusätz­li­cher Wei­de­tie­re? Die Ver­an­stal­tun­gen rich­ten sich an alle, die sich für Natur­schutz inter­es­sie­ren, ins­be­son­de­re auch Akti­ve aus dem amt­li­chen und ehrenamtlichen…

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Das jähr­li­che Tref­fen des Regio­na­len Pro­jekt­bei­ra­tes im Rah­men des Pro­jekts LIFE Wie­sen­vö­gel NRW fand jetzt in Ems­det­ten statt. Vertreter/innen von Bezirks­re­gie­rung, Kreis, Natur­schutz­ver­bän­den und Jäger­schaft tra­fen sich, um sich die bereits umge­setz­ten und geplan­ten Maß­nah­men in den bei­den Ems­det­te­ner Schutz­ge­bie­ten (Ems­det­te­ner Venn und Wie­sen am Max-Cle­­mens-Kanal) anzu­schau­en. Zusam­men mit der Lan­des­an­stalt für Natur, Umwelt und Ver­brau­cher­schutz (LANUV) als Pro­jekt­trä­ger setzt die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on Kreis Stein­furt seit 2021 Maß­nah­men um, mit denen die Lebens­be­din­gun­gen der dort brü­ten­den und ras­ten­den Wie­sen­vö­gel wie Brach­vo­gel, Ufer­schnep­fe und Wie­sen­pie­per ver­bes­sert wer­den sol­len. Die Sta­ti­ons­mit­ar­bei­ter Dr. Peter Schwart­ze und Robert Tül­l­ing­hoff erläu­ter­ten die Maß­nah­men. So sind an zahl­rei­chen Stel­len neue Wei­de­to­re gesetzt wor­den, die Besu­cher davon abhal­ten sol­len, auf die Wie­sen zu lau­fen und die am Boden brü­ten­den Vögel zu stö­ren. Der Besu­cher­druck in den Schutz­ge­bie­ten hat­te sich seit Coro­na deut­lich erhöht.  Zur Ver­bes­se­rung des Was­ser­haus­hal­tes wer­den Grä­ben umge­stal­tet. „Ziel ist es, in tro­cke­nen Zei­ten das Was­ser zu…

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Einen Vor­trag über den Stein­kauz und ande­re hei­mi­sche Eulen gibt es am Frei­tag, 9. Sep­tem­ber, zu hören. Er fin­det statt in Koope­ra­ti­on mit dem Jugend- und Fami­li­en­dienst der Stadt Rhei­ne. Refe­rent ist Frank Ger­des vom NABU Rhei­ne, der sich als Hob­by­or­ni­tho­lo­ge schwer­punkt­mä­ßig mit Greif­vö­geln und Eulen beschäf­tigt und vie­le Jah­re im ört­li­chen Natur- und Land­schafts­schutz aktiv ist. Der Fokus des Vor­trags liegt auf dem Stein­kauz, den der Natur­schüt­zer die letz­ten 2 Jah­re haut­nah im eige­nen Gar­ten als Brut­vo­gel beob­ach­ten konn­te. Aber auch Uhu, Schlei­er­eu­le, Wald­kauz und Co., wie auch Mög­lich­kei­ten zum Natur­schutz im Pri­va­ten wer­den betrach­tet. Ver­an­stal­tungs­ort ist der Bür­ger­hof Schott­hock, Lin­ge­ner Damm 137 in Rhei­ne. Beginn ist um 19 Uhr. Der Vor­trag fin­det statt im Rah­men des LEA­­DER-Pro­­jekts „Kau­zig und beliebt“, in des­sen Rah­men Stein­­kauz-Nis­t­hil­­fen bei geeig­ne­ten Lebens­­raum-Vor­­aus­­se­t­­zu­n­­gen von der Bio­lo­gi­schen Sta­ti­on kos­ten­los zur Ver­fü­gung gestellt wer­den kön­nen. Die Gäs­te kön­nen an die­sem Abend ger­ne auch eige­ne Erleb­nis­se mit…

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LIFE ist das För­der­pro­gramm der EU, mit dem umfang­rei­che Maß­nah­men in EU-Schut­z­­ge­­bie­­ten umge­setzt wer­den kön­nen. Die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on ist der­zeit Pro­jekt­part­ner bei zwei gro­ßen LIFE-Pro­­jek­­ten. Wäh­rend es beim Pro­jekt „Atlan­ti­sche Sand­land­schaf­ten“ um Sand­le­bens­räu­me in NRW und Nie­der­sach­sen geht, ste­hen beim LIFE-Pro­­jekt Wie­sen­vö­gel NRW die gefie­der­ten Feucht­wie­sen­be­woh­ner im Vor­der­grund.  Die Rad­tour stellt Lebens­räu­me, Tie­re und Pflan­zen vor, die von den umge­setz­ten und geplan­ten Maß­nah­men aus bei­den Pro­jek­ten pro­fi­tie­ren. Treff­punkt ist am Sams­tag, 13. August, um 14 Uhr der Park­platz des Bio­en­er­gie­parks in Saer­beck an der Rie­sen­be­cker Stra­ße. Die Län­ge der Stre­cke beträgt 15–20 Kilo­me­ter. Eine Anmel­dung ist erfor­der­lich unter 05482/92910 oder info@biologische-station-steinfurt.de.

Die Brut­sai­son beim Gro­ßen Brach­vo­gel neigt sich dem Ende zu. Vie­le Alt- und auch Jung­vö­gel haben die Brut­ge­bie­te im Kreis ver­las­sen und sind in die west- und süd­eu­ro­päi­schen Küs­ten­re­gio­nen geflo­gen, wo sie oft­mals auch den Win­ter ver­brin­gen. Doch ab und an las­sen sich noch Warn­ru­fe der Alt­vö­gel ver­neh­men als Hin­weis dar­auf, dass noch nicht flüg­ge Jung­vö­gel unter­wegs sind, so z.B im Ems­det­te­ner Venn oder im Feucht­ge­biet Saer­beck. Die­se „Spät­zün­der“ stam­men in der Regel aus Ersatz­ge­le­gen nach dem Ver­lust der ers­ten Brut. Bis Ende Juli dürf­ten aber auch die letz­ten Brach­vö­gel die Gebie­te ver­las­sen, um dann hof­fent­lich im Febru­ar und März des kom­men­den Jah­res zurück­zu­keh­ren, wobei Jung­vö­gel im ers­ten Jahr teil­wei­se in den Win­ter­quar­tie­ren ver­blei­ben.  Im Rah­men des LIFE Pro­jekts Wie­sen­vö­gel NRW wur­den in ver­schie­de­nen Gebie­ten in NRW Brach­vö­gel besen­dert. Eini­ge über­win­ter­ten an den Küs­ten Groß­bri­tan­ni­ens, ande­re bevor­zu­gen wär­me­re Gefil­de an den Küs­ten Frank­reichs, Spa­ni­ens und Por­tu­gals. Brach­vo­gel­kü­ken benö­ti­gen rund fünf Wochen, bis…

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Eine Dele­ga­ti­on des Pro­jekts LIFE Wie­sen­vö­gel NRW ist einer Ein­la­dung der Natur­schutz­sta­ti­on Unter­el­be gefolgt, die dort das IP LIFE-Pro­­jekt Grass­Bird­Ha­bi­tats umsetzt. Es gab einen frucht­ba­ren Aus­tausch zu The­men wie land­wirt­schaft­li­che Nut­zung, Was­­ser- und Präda­ti­ons­ma­nage­ment. Das Pro­jekt war Ende 2020 etwa zur glei­chen Zeit wie das Pro­jekt in NRW an den Start gegan­gen und hat eine Lauf­zeit von zehn Jah­ren. Hier gibt es wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt. Die Natur­schutz­sta­ti­on betreut das 17.000 ha gro­ße Vogel­schutz­ge­bie­te Unter­el­be. Die oft groß­flä­chi­gen und offe­nen Mar­schen bie­ten den Wie­sen­vö­geln gute Lebens­be­din­gun­gen. Vor allem in den rund 2.200 ha öffent­li­chen Flä­chen ist ein Was­ser­ma­nage­ment mög­lich, dass sich an den Bedürf­nis­sen der Wie­sen­vö­gel ori­en­tiert. So sor­gen wind­be­trie­be­ne Pum­pen für eine aus­rei­chen­de Bewäs­se­rung vie­ler Flä­chen. Etwas nei­disch waren die NRW­ler daher ange­sichts der vie­len Ufer­schnep­fen, Rot­schen­kel und Kie­bit­ze, die in den feuch­ten Wie­sen brü­ten und teil­wei­se Jun­ge führ­ten. Auch für dor­ti­ge Ver­hält­nis­se sel­te­ne Arten wie Stel­zen­läu­fer und Lachseeschwalben…

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Gleich zwei Ver­an­stal­tun­gen bie­ten wir am Frei­tag (20. Mai) an.  Um 16 Uhr geht es bei einer Mit­­mach-Exkur­­si­on um den „Bio­blitz“. Gemein­sam wird die Tal­aue Haus Marck rund um die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on her­um erkun­det mit dem Ziel, mög­lichst vie­le Pflan­­zen- und Tier­ar­ten zu ent­de­cken, eine Akti­on, die das LWL-Muse­um für Natur­kun­de zusam­men mit der Bio­lo­gi­schen Sta­ti­on ins Leben geru­fen hat. Zum Ein­satz kommt dabei die kos­ten­lo­se  Bestim­­mungs-App Obs­i­den­ti­fy, die Arten anhand von Fotos direkt bestimmt und an eine Daten­bank wei­ter­lei­tet. Mehr Infor­ma­tio­nen zur App auch unter www.observation.org. Treff­punkt ist das Natur­schutz­zen­trum Säge­müh­le, Bahn­hofstr. 71 in Teck­len­burg. Ohne App,  dafür aber nach Mög­lich­keit mit Fern­glas, sind die Teil­neh­mer am glei­chen Tag bei einer abend­li­chen Rad­tour in das Natur­schutz­ge­biet Strön­feld bei Mete­len unter­wegs. Unter dem Mot­to „ Kauz & Co“ wer­den bei­spiels­wei­se Brut­plät­ze des Stein­kau­zes ange­steu­ert. Aber auch die übri­ge viel­fäl­ti­ge Tier- und Pflan­zen­welt des Feucht­wie­sen­schutz­ge­bie­tes wird auf der rund 15 Kilometer…

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Wachol­der­hei­den waren im Kreis Stein­furt frü­her weit ver­brei­tet. Heu­te gibt es nur noch weni­ge Bestän­de, bei­spiels­wei­se die Wachol­der­hei­de Had­dorf oder in den Bock­hol­ter Ber­gen. Aber auch dort tut sich der Wachol­der aus nicht bekann­ten Grün­den schwer mit dem Nach­wuchs, sodass es kaum Jung­pflan­zen gibt und der Wachol­der auf der Roten Lis­te der bedroh­ten Pflan­zen steht. 2017 waren des­halb in der Wachol­der­hei­de Hör­s­te­l­oe im Kreis Bor­ken Steck­lin­ge geschnit­ten wor­den, die im Zen­trum für Wald und Holz­wirt­schaft in Arns­berg auf­ge­päp­pelt wur­den. Finan­zi­ell unter­stützt wur­de das Pro­jekt von der Natur­schutz­stif­tung der Graf­schaft Bent­heim und der Korn­bren­ne­rei Sas­se. In die­sem Jahr waren die klei­nen Wachol­der­pflänz­chen end­lich soweit, um „aus­ge­wil­dert“ zu wer­den. Für den Kreis Stein­furt waren 20 Jung­pflan­zen vor­ge­se­hen, von denen die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on in Zusam­men­ar­beit mit dem Hei­mat­ver­ein Saer­beck jetzt 18 in der Hei­de­flä­che Bert­lings Haar in Sin­nin­gen aus­ge­pflanzt hat. Die 14 Wachol­der­da­men und vier Wachol­der­her­ren – Wachol­der sind zwei­häu­sig – wur­den von…

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Observation.org und die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on Kreis Stein­furt e. V. haben Anfang 2022 zum Bio­blitz auf­ge­ru­fen. Alle Inter­es­sier­ten sol­len über das gesam­te Jahr hin­weg die Pflan­zen, Pil­ze und Tie­re inner­halb inner­halb ihres Land­krei­ses erfor­schen. Nun sind vor allem in Laub­wäl­dern die ers­ten Früh­blü­her, wie z. B. das Busch­wind­rös­chen zu fin­den. Vor dem Blatt­aus­trieb der Bäu­me pro­fi­tie­ren sie im Früh­jahr von der Licht­ein­strah­lung und Wär­me direkt über dem Boden. Pflan­zen, die zwi­schen Janu­ar und April ihre ers­ten Blü­ten und Blät­ter zei­gen, wer­den als Früh­blü­her oder Früh­lings­geo­phy­ten bezeich­net. Die Bezeich­nung bezieht sich nicht nur auf Blu­men und Stau­den, son­dern auch auf Gehöl­ze und Bäu­me. Früh­blü­her besit­zen beson­de­re Spei­cher­or­ga­ne wie Zwie­beln, Knol­len oder Rhi­zo­me, aus denen sie zu ihrem frü­hen Blü­te­zeit­punkt, wenn die Foto­syn­the­se­leis­tung noch nicht aus­reicht, Ener­gie zie­hen. Das Busch­wind­rös­chen (Ane­mo­ne nemo­ro­sa) zum Bei­spiel ist ein Rhi­­zom-Geo­­phyt und ein typi­scher Früh­blü­her für Buchen- und som­mer­grü­ne Eichen­wäl­der Euro­pas. Mit der Bestim­mungs­app Obs­I­den­ti­fy von Observation.org kann…

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