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Vögel ein­zäu­nen – was soll das brin­gen? Wer flie­gen kann, für den soll­ten selbst meter­ho­he Bar­rie­ren kein Pro­blem sein. Die mobi­len Elek­tro­zäu­ne, die der­zeit in eini­gen Feucht­wie­sen­schutz­ge­bie­ten im Kreis Stein­furt zu sehen sind, haben natür­lich einen ande­ren Zweck. Sie sol­len unge­be­te­ne Gäs­te von den Berei­chen fern­hal­ten, in denen beson­ders vie­le Paa­re der boden­brü­ten­den und gefähr­de­ten Wie­sen­vö­gel ihren Nach­wuchs auf­zie­hen. Denn Fuchs, Mar­der und Co., das haben die Erfah­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re gezeigt, plün­dern immer häu­fi­ger die Nes­ter von Ufer­schnep­fen, Brach­vö­geln und Kie­bit­zen. Der Brut­er­folg ist mitt­ler­wei­le in vie­len Gebie­ten zu gering, um den Bestand lang­fris­tig zu erhal­ten.  Auch im Pro­jekt LIFE-Wie­­sen­­vö­­gel NRW spielt die­ser Aspekt eine wich­ti­ge Rol­le. Allein im Pro­jekt­ge­biet NSG Wie­sen am Max-Cle­­mens-Kanal wur­den rund 9 Hekt­ar mit Zäu­nen umge­ben, die aus dem Pro­jekt finan­ziert wur­den. Wei­te­re Zäu­ne ste­hen im NSG Feucht­ge­biet Saer­beck und im NSG Düs­ter­die­ker Nie­de­rung.  Vor allem die Ufer­schnep­fe soll von den Zäu­nen pro­fi­tie­ren. Die…

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Wie kann den in Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len vor­kom­men­den Wie­sen­vö­geln gehol­fen wer­den? Dar­um ging es bei einem drei­tä­gi­gen Work­­shop-Mara­­thon, den das Lan­des­amt für Natur, Umwelt und Ver­brau­cher­schutz (LANUV) in Koope­ra­ti­on mit zehn Bio­lo­gi­schen Sta­tio­nen und der nie­der­län­di­schen Vogel­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Sovon im Mühl­heim an der Ruhr ver­an­stal­te­te. Denn Brach­vo­gel, Kie­bitz, Ufer­schnep­fe, Wie­sen­pie­per und wei­te­re Wie­sen­vo­gel­ar­ten sind alle­samt stark in ihrem Bestand bedroht. Über 60 Exper­tin­nen und Exper­ten aus ganz Deutsch­land und den benach­bar­ten Nie­der­lan­den beschäf­tig­ten sich am ers­ten Tag vor allem damit, wie die Lebens­räu­me der Vögel beschaf­fen sein müs­sen, damit der nega­ti­ve Bestands­trend gestoppt wer­den kann. Einig­keit herrsch­te dar­über, dass Was­ser der ent­schei­den­de Fak­tor ist, was ange­sichts der immer häu­fi­ge­ren Früh­jahrs­tro­cken­heit eine gro­ße Her­aus­for­de­rung ist. Prio­ri­tät haben des­halb Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung des Was­ser­haus­hal­tes in den Schutz­ge­bie­ten, die vor allem im Tief­land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­lens zu fin­den sind und in denen mitt­ler­wei­le ein Groß­teil der Wie­sen­vö­gel lebt. Der Anteil von Gehölz­struk­tu­ren, unter­schied­li­che Bewei­dungs­for­men sowie der Gele­ge­schutz sind…

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- Natur­be­geis­ter­te auf­ge­passt: Hier ist das Mit­ma­chen erwünscht! – Auf­ruf zum deutsch­land­wei­ten Wett­be­werb zur Arten­viel­falt 2023 „Was kann ich allein schon aus­rich­ten?“ – eine Fra­ge, die sich vie­le stel­len, wenn es um Natur­schutz und Arten­viel­falt geht. Die Akti­on „Bio­blitz 2022“ hat gezeigt, was mit Citi­­zen-Sci­ence mög­lich ist: Ins­ge­samt sam­mel­ten deutsch­land­weit über 20.000 Natur­be­geis­ter­te zwei Mil­lio­nen Beob­ach­tungs­da­ten zu Bio­di­ver­si­tät beim Wett­be­werb zur foto­gra­fi­schen Erfas­sung der Arten­viel­falt. Daher soll der Wett­streit der Land­krei­se oder kreis­frei­en Städ­te auch in 2023 fort­ge­setzt wer­den. Daher ruft die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on Kreis Stein­furt zusam­men mit den Initia­to­ren des Wett­streits, dem LWL-Muse­um für Natur­kun­de des Land­schafts­ver­bands Wes­t­­fa­­len-Lip­­pe (LWL) und der Natur­be­ob­ach­tungs­platt­form Observation.org, zum „Bio­blitz 2023“ auf. Gemein­sam kön­nen Fun­de von Tie­ren, Pflan­zen und Pil­zen geteilt und neue Beob­ach­tun­gen gemel­det wer­den. Zudem kön­nen Inter­es­sier­te an Aktio­nen wie etwa der Arten­aka­de­mie des LWL-Muse­ums im Rah­men des Bio­blit­zes teil­neh­men. Zum Mit­ma­chen braucht man ledig­lich die kos­ten­lo­se Bestim­­mungs-App „Obs­I­den­ti­fy“ und einen ent­spre­chen­den Account. Seit…

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– Akti­on im NSG Im Tan­nen­kamp – Viel­leicht sind Auf­ru­fe die­ser Art bereits durch die Wen­tru­per Ber­ge bei Gre­ven bekannt. Nun steht das Natur­schutz­ge­biet Im Tan­nen­kamp nörd­lich von Lad­ber­gen im Fokus: Am Sams­tag (4. März) geht es den Brom­bee­ren an den Kra­gen, die, geför­dert durch die Tro­cken­heit der letz­ten Jah­re, einen arten­rei­chen Kom­plex aus Hei­de und Mager­ra­sen zu über­wu­chern dro­hen. Gemein­sam mit der Initia­ti­ve „Zusam­men Viel­falt schaf­fen“ aus Lad­ber­gen wol­len wir in einer ehren­amt­li­chen Akti­on die Brom­bee­ren ent­fer­nen und somit wie­der Lebens­raum schaf­fen für sel­te­ne Pflan­zen Hunds-Veil­chen und Bau­ern­senf und Tie­re wie Wild­bie­nen und Sand­lauf­kä­fer. Die Akti­on dau­ert von 10 bis ca. 13 Uhr. Hand­schu­he wer­den gestellt. Für alle flei­ßi­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer gibt es vor Ort Kuchen. Treff­punkt ist der Kohn­horst­weg am Ein­gang des Wald­wegs, ca. 40 m nörd­lich der Len­ge­ri­cher Stra­ße bei Lad­ber­gen (52°08’46.8„N 7°45’45.0„E). Damit für aus­rei­chend Ver­pfle­gung gesorgt wer­den kann, wird bis Frei­tag­mit­tag 3.3., 12 Uhr) um…

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Vom Ein­zeller bis zum Höh­len­tier: Fast 40 „Jah­res­we­sen“ ste­hen auch 2023 wie­der stell­ver­tre­tend für Arten­grup­pen und ihre Pro­ble­me. Wir zei­gen, wie es bei eini­gen von ihnen im Kreis Stein­furt aus­sieht. Schwer zu ent­de­cken, schwer zu unter­schei­den, schwer zu ver­dau­en: Wie fast immer, macht es die Natur des Jah­res einem nicht ganz leicht. Schwer zu ent­de­cken, das gilt im Kreis Stein­furt für den Vogel des Jah­res 2023, das Braun­kehl­chen. Das war nicht immer so. Noch vor 50 Jah­ren war das Braun­kehl­chen im Kreis noch recht ver­brei­tet. Um die Jahr­tau­send­wen­de ver­schwand der hüb­sche Sing­vo­gel dann als Brut­vo­gel aus dem Kreis und ist seit­dem nur noch Durch­züg­ler. Haupt­grund ist der Ver­lust an Lebens­räu­men. Auch die Exten­si­vie­rung von Wie­sen und die Pfle­ge von mage­ren Säu­men hat den Boden­brü­ter nicht wie­der in den Kreis gelockt.  Schwer zu unter­schei­den ist die Moor­bir­ke, der Baum des Jah­res. Und zwar von der Sand­bir­ke, der ande­ren bei uns heimischen…

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End­lich ist es wie­der so weit! Mit Beginn des neu­en Jah­res star­tet auch unser Exkur­si­on­pro­gramm in die nächs­te Run­de. Neben Ein­bli­cken in unse­re Arbeit ste­hen vor allem die Natur­schutz­ge­bie­te des Krei­ses im Vor­der­grund. Abwechs­lungs­rei­che Lebens­räu­me inklu­si­ve deren tie­ri­schen Bewoh­nern kön­nen von April bis Sep­tem­ber erkun­det und bestaunt wer­den.  Ob Groß oder Klein, für jeden ist etwas dabei. Neben Fami­li­en­ex­kur­sio­nen, bei denen Kin­der spie­le­risch etwas über die Natur und deren Lebe­we­sen ler­nen kön­nen, sind vor allem Exkur­sio­nen zu unse­ren lau­fen­den Pro­jek­ten emp­feh­lens­wert, um sich wei­ter­zu­bil­den und/oder aus­zu­tau­schen. Wie auch letz­tes Jahr ste­hen in aus­ge­wähl­ten Gebie­ten Pro­jek­te wie das LIFE-Wie­­sen­­vö­­gel NRW Pro­jekt oder die bei­den LEA­­DER-Pro­­jek­­te zum Stein­kauz und zu Blüh­flä­chen im Stein­fur­ter Land im Vor­der­grund.  Ein Blick in das Pro­gramm lohnt sich auf jeden Fall, die­ses steht als Down­load zur Ver­fü­gung. Gedruck­te Exem­pla­re sind in Kür­ze an vie­len Stel­len im Kreis Stein­furt erhält­lich. Infor­ma­tio­nen und Ankün­di­gun­gen zur jewei­li­gen Exkur­si­on sind auf unserer…

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Wir wün­schen fro­he Fest­ta­ge und einen guten Rutsch!

Vogel des Jah­res 2023 ist das Braun­kehl­chen. Von den vier „Farb“ kehl­chen ist das Braun­kehl­chen in Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len am stärks­ten bedroht. Zwar liegt die Anzahl der Revie­re mit rund 200 noch über der des Blau­kehl­chens, aber im Gegen­satz zu die­sem zeigt die Bestands­ent­wick­lung beim Braun­kehl­chen deut­lich nach unten. War das Braun­kehl­chen frü­her in NRW in fast allen Gebie­ten mit über­wie­gen­der Grün­land­nut­zung ver­brei­tet, kon­zen­trie­ren sich die weni­gen Vor­kom­men heu­te auf die Mit­tel­ge­birgs­la­gen (Kreis Sie­­gen-Wit­t­­gen­stein, Mede­ba­cher Bucht, Eifel). Der Grund liegt in der Inten­si­vie­rung der Grün­land­be­wirt­schaf­tung, die im Tief­land beson­ders kon­se­quent erfolg­te. Das Mosa­ik aus exten­siv bewirt­schaf­te­te­ten Feucht­wie­sen, Brach­flä­chen mit Hoch­stau­den und Wei­den mit aus­rei­chend Ansitz­mög­lich­kei­ten, das den Lebens­raum des Btraun­kehl­chens kenn­zeich­net, hat sich in NRW fast nur noch im Berg­land erhal­ten. Etwas güns­ti­ger sieht es deutsch­land­weit im nord­öst­li­chen Tief­land aus, wo es teil­wei­se noch recht gute Brut­be­stän­de gibt. Im Kreis Stein­furt ist das Braun­kehl­chen um die Jahr­tau­send­wen­de als Brut­vo­gel ver­schwun­den. Letz­te Bru­ten gab es…

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Den „Aus­wir­kun­gen des glo­ba­len Wan­dels auf die Heu­schre­cken im Kreis Stein­furt“ ging Prof. Dr. Tho­mas Fart­mann, Lei­ter der Abtei­lung für Bio­di­ver­si­tät und Land­schafts­öko­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Osna­brück, beim zwei­ten Vor­trag im Rah­men der Vor­trags­rei­he „Teu­to Talks – Wis­sen­schaft trifft Natur­schutz­pra­xis“ nach. Die Vor­trags­rei­he wur­de initi­iert durch die ANTL und die Bio­lo­gi­sche Sta­ti­on Kreis Stein­furt und wird geför­dert durch die Kreis­spar­kas­se Stein­furt. Fart­mann stell­te zunächst die drei bedeu­tends­ten Schlüs­sel­fak­to­ren für die Bio­di­ver­si­tät vor, die Land­nut­zung, das Kli­ma und die Stick­stoff­ein­trä­ge. An einem Bild Moder­sohns von Teck­len­burg, das eine viel­fäl­ti­ge struk­tur­rei­che Land­schaft vor mehr als 100 Jah­ren zeigt, mach­te er deut­lich, was Heu­schre­cken und ande­re Insek­ten als Lebens­raum brau­chen und frü­her auch reich­lich vor­fan­den. Heu­te fin­den sich hoch­wer­ti­ge Bio­top­flä­chen allen­falls noch als Frag­men­te in der Land­schaft und lie­gen oft weit von­ein­an­der ent­fernt. Zwingt nun der Kli­ma­wan­del mit häu­fi­ge­ren Dür­re­pe­ri­oden Arten dazu, ihr Ver­brei­tungs­ge­biet zu ver­schie­ben oder tem­po­rär in beschat­te­te Berei­che abzu­wan­dern, ist…

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Preis­ver­lei­hung und Kalen­der­prä­sen­ta­ti­on im Kreis­haus Zuge­ge­ben: Das Mot­to des Foto­wett­be­wer­bes „Fas­zi­na­ti­on Wild­bie­ne“ aus dem LEA­­DER-Pro­­jekt „Blü­hen­de Viel­falt“ hat­te es in sich. Denn oft sind Wild­bie­nen nur durch geschul­te Augen von ande­ren Blü­ten­be­su­chern wie Wes­pen oder Schweb­flie­gen zu unter­schei­den. Umso beein­dru­cken­der ist die Zahl von 318 ein­ge­gan­ge­nen Fotos, die 119 Teilnehmer*innen bei der uns ein­ge­reicht haben. Bei der Viel­zahl der wun­der­schö­nen Fotos ist es der Jury sehr schwer gefal­len, die Aus­wahl von nur 12 Bil­dern für den Kalen­der 2023 zu tref­fen, so dass auf der ers­ten Sei­te erneut 18 wei­te­re Bil­der im Klein­for­mat abge­druckt wur­den. Die Sie­ger­eh­rung wird dies­mal mit einem öffent­li­chen Vor­trag ver­knüpft, der einen noch tie­fe­ren Ein­blick in das fas­zi­nie­ren­de Leben der Wild­bie­nen gibt. Bei­des fin­det am Diens­tag, den 29.11.22 von 18 – 20 Uhr im Gro­ßen Sit­zungs­saal der Kreis­ver­wal­tung Stein­furt statt. Um Anmel­dung bis zum 21.11.22 wird gebe­ten (annika.tiessen@biologische-station-steinfurt.de). Ein­ge­la­den sind nicht nur alle Teil­neh­men­den, son­dern alle Kalen­­der- und…

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